Thomas Henry Spicy Ginger

Gerade habe ich mit erschrecken festgestellt, dass mein letzter Beitrag hier schon über ein halbes jahr (!) zurück liegt. Dies liegt zum einen daran, dass ich bis August auf Reisen war. In dieser Zeit habe ich zwar viele und auch ausgesprochen gute Limos probiert. Allerdings ist es, wenn man immer auf unterschiedlichen WG-Sofas oder auf Campingplätzen im Zelt schläft etwas komplizierter, Reviews oder auch andere Texte zu schreiben. Ich weiß, dass das ne schlechte Ausrede ist und ich fühle mich auch ein bisschen schlecht dabei. Zumindest habe ich von jeder Limo, die ich neu ausprobiert habe ein Foto gemacht. Mein nächster Post wird dann wohl eine Zusammenfassung der Getränke, die ich probiert habe und eine Beschreibung derer aus meiner Erinnerung. Es kommen schon einige besondere Limonaden zusammen, die ich hier ziemlich vermisse. Allen voran China Cola. Dazu aber mehr in den kommenden Tagen. Als weitere Ausrede kommt hinzu, dass ich in letzter Zeit kaum besondere Limos gefunden habe, über die es sich gelohnt hätte, etwas zu berichten. Coca Cola und Fritz Kola kennt ja eh jeder, da muss ich nix groß zu schreiben.

Am Freitag habe ich jedoch in der Feinkostabteilung von Kaufhof mal wieder eine Limo gefunden, über die zu schreiben sich lohnt. Hierbei handelt es sich um „Spicy Ginger“ aus dem Hause „Thomas Henry“, einer Firma, die sich auf die Herstellung von qualitativ hochwertigen Softdrinks für das mixen von Longdrinks spezialisiert hat. Allerdings sind die Getränke auch ohne beigefügten Alkohol sehr empfehlenswert.

Das Getränk ist in eine 0,2l Longneck-Glasflasche abgefüllt. Auf den Flaschenhals sind die Initialien TH eingeprägt. Auf dem Etikett ist der Scherenschnitt eines altmodisch gekleideten Mannes zu sehen. Wider erwarten handelt es sich hierbei nicht um einen Williamsburg Hipster sondern um Thomas Henry, wie mir das Etikett auf der Rückseite der Flasche verrät. Laut beschreibung war Thomas Henry 1773 die erste Person, der es gelang Wasser mit Kohlensäure anzureichern.

In der Flasche befindet sich eine trübweiße Flüssigkeit. Wider erwarten ist aber kein Bodensatz zu sehen. Beim Öffnen der Flasche steigen ein paar kleine Kohlensäurebläschen zur Oberfläche, nach etwa einer Sekunde ist davon schon nichts mehr zu sehen und das Getränk ist wieder komplett still.

Beim umfüllen des Getränkes in ein Glas sprudelt es schon ordentlich und als ich dran rieche brennt und kribbelt es, typisch für Ginger Ale, in der Nase. Von der Intensität ist es jedoch nicht mit Ginger Ale in Plastikflaschen zu vergleichen die mit zu viel Kohlensärue angereichert sind. Mir ist es möglich, auch über dem Glas einzuatmen.
So entdecke ich ein starkes Ingweraroma, das von einer sehr leichten Zitronennote unterlegt ist.

Beim ersten Schluck bemerke ich, dass die Beschreibung „Spicy“ nicht erfunden ist. Im Mund erwacht das Getränk zu neuem Leben und es entfaltet sich eine feine Kohlensäure. Anfangs schmecke ich nur eine angenehm frische Süße. Beim runterschlucken kommt dann der Ingwer zu seiner vollen Geltung. Diese Limo schmeckt wirklich nach Ingwer und hat nicht nur eine kaum spührbare Ingwernote im Hintergrund. Die Schärfe der Wurzel zieht bis in die Nase herauf. Hätte ich Schnupfen – meine Nase wäre spätestens jetzt kurz frei. Auch das Ginger Ale typische Kribbeln kommt wieder. Der scharfe Ingwernachgeschmack ist auch noch Minuten nach dem trinken vorhanden und der Rachen brennt angenehm von der Schärfe.
Leider sind die 0,2l viel zu schnell ausgetrunken. Beim Preis von 1,29€ pro Flasche ist es leider auch kein Getränk für jeden Tag. Ich werde mich aber mal erkundigen, ob es auch noch andere Bezugsquellen in Hannover ausser der Feinkostabteilung bei Kaufhof mit ihren Apothekenpreisen gibt. Ob der Schärfe ist es aber auch sonst kein Getränk von dem man mehr als ein glas pro Tag trinkt.

Dies ist endlich mal wieder ein Getränk für das es sich aus meiner Sicht lohnt, darüber zu schreiben, da es nicht ein typisches Zuckerwasser ist, von dem ich nach wenigen Minuten vergessen habe, dass ich es getrunken habe. Allein wegen der anhaltenden Schärfe geht das nicht. Auch ansonsten ist es für mich eine ausgesprochen leckere und gute Limo. Einfach auch deshalb, weil sie sich etwas traut, was bei vielen Limos heute nicht unbedingt der Fall ist. Ich habe das Gefühl, dass sich viele Limonadenhersteller heute kaum noch an etwas neues wagen. Es werden eher erfolgreiche Getränke „kopiert“ und leicht abgewandelt auf den Markt gebracht (Siehe Club Mate und die vielen ähnlichen neuen Getränke. Sie schmecken gut, und es sind viele dabei, die mir besser schmecken, als Club Mate, keine Frage. Aber es ist halt nichts „neues“). Hier handelt es sich zwar keinesfalls um ein neues Rezept, da es dies in ähnlicher Form bestimmt schon seit über hundert Jahren gibt und man es als Sirup bestimmt auch einfach und schnell selber herstellen kann. Dennoch ist es etwas besonderes, da man einen Softdrink in dieser Form wohl (bisher) kaum ein zweites mal findet.

Zutaten: Natürliches Mineralwasser, Zucker, Kohlensäure, natürliches Ingweraroma mit anderen natürlichen Aromen, Säuerungsmittel Citronensäure, Stabilisatoren E414 & E445

Nährwert (pro 100ml):
Brennwert: 252kJ (59kcal)
Eiweiß: < 0,1g
Kohlenhydrate: 14g
-davon Zucker: 14g
Fett: < 0,1g
-davon gesättigte Fettsäuren: 0g
Ballaststoffe: < 0,1g
Natrium: 0,004g

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